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Tourismus und Nachhaltigkeit im Aussöhnungsprozess

Der ökologische Wintersportbetrieb

Angesichts des enormen Energiebedarfs eines Wintersportbetriebs erscheint die Assoziation dieser beiden Begriffe auf den ersten Blick widersprüchlich. Dennoch greifen die Betreiber vieler Skigebiete immer häufiger auf umweltfreundlichere Lösungen zurück. Zwar ist diese Tendenz vielfach das Resultat der heftigen Kritik durch Umweltschützer sowie der Versuch, eine sensibilisierte Klientel zu beschwichtigen, aber sie zeugt auch von einem zunehmenden Umweltbewusstsein. Die internationale Umweltmanagementnorm ISO 14001* ist ein sicheres Gütezeichen, um das sich heute immer mehr Betriebe bemühen. Häufig stehen Ökologie und Wintersport zwar noch in krassem Widerspruch zueinander, aber erste Annäherungsversuche geben Grund zur Hoffnung. Der Umweltschutz ist inzwischen eines der Hauptanliegen vieler Wintersportbetriebe im Rahmen Ihrer Bemühungen, den Winterurlaubern einen perfekten Empfang zu bereiten. Begleiten Sie uns auf einen kleinen Ausflug!
Nachhaltige Entwicklung: ein Konzept mit Zukunft
Diverse Ölkrisen und industrielle Katastrophen wie in Tschernobyl haben uns mit ihren todbringenden Nachwirkungen zu einer kollektiven Erkenntnis gebracht: Die natürlichen Ressourcen, Grundstein unseres Reichtums, sind begrenzt und das auf nicht erneuerbare Energien angewiesene industrielle Modell des letzten Jahrhunderts stößt an seine Grenzen. Vor 30 Jahren ist ein Gesellschaftsprojekt ins Leben gerufen worden, dessen Ziel in der Befriedigung der Bedürfnisse der Gegenwart besteht, "ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können". Was seitdem als nachhaltige Entwicklung bezeichnet wird (siehe Brundtland-Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung von 1987), ist heute zentrales Anliegen vieler Staaten, Regionen, Kommunen und Skigebiete. Der Grundgedanke besteht in der Gewährleistung einer fortwährenden technischen Weiterentwicklung und wirtschaftlichen Optimierung, "ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können". Dieses Entwicklungsmodell stützt sich auf drei Grundpfeiler: Ökologie, Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung. Um eben diese drei Achsen wird sich die Arbeit der Wintersportbetriebe in Zukunft bewegen
Zur Annährung von Tourismus und Nachhaltigkeit
In Europa bedeutet dieses Unterfangen ein gehöriges Stück Arbeit. Einige Zonen innerhalb der Skigebiete, welche sich der nachhaltigen Entwicklung verschrieben haben, werden mit der Vorgabe, dass Landschaft und Naturerbe bestmöglich erhalten bleiben, zur Bebauung freigegeben. Die vorab sorgfältig ausgewählten Bauträger müssen der ISO-Norm 14001 genügen und über eine Nachhaltigkeitspolitik verfügen, die konkrete Umweltkriterien mit einbezieht. Große Anstrengungen werden derzeit hinsichtlich der Gebäudeisolierung unternommen, da viele der vor 30 Jahren erbauten Einrichtungen nur geringfügig oder überhaupt nicht isoliert sind.
Zudem sind zahlreiche Skigebiete ausschließlich mit dem Auto erreichbar. Der Transport als beträchtliche Umweltbelastung und wahres Ärgernis in den Wintersportgebieten bereitet den öffentlichen Einrichtungen Kopfzerbrechen. Kostenlose Pendelbusse ändern zwar wenig an der Allgegenwart des Autos, die Einführung eines leistungsfähigen öffentlichen Verkehrsnetzes wäre jedoch zumindest ein erster Schritt in die richtige Richtung. Ein Liniennetz mit gesonderten Trassen hätte enorme Vorteile: verbesserte Pünktlichkeit, höhere Frequenzen, schnellere Verbindungen, Reduzierung der Fahrzeiten... Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung bedeuten eigens für öffentliche Verkehrsmittel angelegte Trassen keine zusätzliche Staubelastung an Verkehrsknotenpunkten; eine gesonderte Bustrasse hat das Ziel, dem Autoverkehr Raum zu nehmen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Autofahrer entweder eine alternative Strecke fahren oder gar auf ein anderes Transportmittel umsteigen. Im Rahmen der Zielsetzung, die Autofahrer zur Änderung ihrer Gewohnheiten zu motivieren, ist dies der gewünschte Effekt: wir greifen auf energieeffizientere Fortbewegungsmittel zurück und gestehen den Fußgängern und somit uns allen mehr Luft zum Atmen zu. Besonders problematisch gestaltet sich der komplexe und langwierige Ausbau der Transportwege in ausschließlich für den Autoverkehr konzipierten Skigebieten. Dies illustriert welche Herausforderung die Suche nach Alternativen zu einem Entwicklungsmodell, das seine Grenzen erreicht hat, darstellt.
Kulturschnee und nachhaltige Entwicklung
Das Zurückgreifen auf Kulturschnee ist in Zeiten schlechter Schneelage zur Gewährleistung der wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit einer Station unerlässlich. Der Einsatz chemischer Zusätze ist strengstens verboten und im Übrigen so komplex, dass die meisten Wintersportbetriebe auch freiwillig davon absehen. Hauptproblem ist somit das Wasser, knapper und sehr gefragter Rohstoff, wenn der Dezemberhimmel sich bar jeder Schneeflocke zeigt. Im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung werden beträchtliche Anstrengungen zur Reduzierung des Treibstoff- und Wasserverbrauchs der Beschneiungsanlagen unternommen. Zudem werden Schneefallen zum Schutz der kostbaren Manna-Esche angelegt. Die Ideallösung wäre natürlich ein gänzlicher Verzicht auf Kulturschnee; wie aber das empfindliche wirtschaftliche Gleichgewicht der Wintersportbetriebe gewährleisten? Ohnehin begrenzt sich die künstliche Beschneiung auf die Hauptpisten. Im Falle einer andauernden Schneeknappheit unterliegt der Wille des Menschen der Natur.
Einige Initiativen im Überblick
Garmisch-Patenkirchen ist mit dem Garmischer-Ski-Express bequem von München erreichbar. Vor Ort stehen den Gästen Linien- und Skibusse zur Verfügung. Der klimaneutrale Wintersportort Oberstdorf ist in vielerlei Hinsicht um den Erhalt der Umwelt bemüht. Im Rahmen des Wintersportgeschäfts setzen die Betreiber auf sanfte Beschneiung und fördern die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Sowohl Berchtesgaden als auch Bad Reichenhall sind zu günstigen Tarifen mit S-Bahn und Bus erreichbar. Während ihres Aufenthalts können Gästen MOVELO-Elektrofahrräder mieten. Das Skigebiet Königssee/Jenner liegt im Nationalpark Berchtesgaden und verfügt über Ski- un Linienbusse.
Im Achtental im Chiemgau haben sich sieben Gemeinden zusammen getan und unter dem Namen Ökomodell ein Projekt zur Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Tourismus und Naturschutz ins Leben gerufen. Die Initiative Alpine Pearls ist ein Zusammenschluss von 24 Urlaubsorten, die sich für den Klima- und Naturschutz durch sanfte Mobilität sowie für den Erhalt der kulturellen Vielfalt der Alpen einsetzen.
Der Deutsche Skiverband stellt auf seiner Homepage www.deutscherskiverband.de in Zusammenarbeit mit dem DSV-Umweltbeirat entwickelte Verhaltensregeln für Skisportler und Wintersportbetriebe vor.
* Die Umweltmanagementnorm ISO 14001 dient der einheitlichen Bewertung des Beitrags eines Organismus zum Umweltschutz sowie zur größtmöglichen Reduzierung der aus seinen Aktivitäten resultierenden Umweltbelastung. Im Rahmen einer ISO-14001-Zertifizierung streben Wintersportbetriebe nach umweltverträglichen Alternativen zu bisherigen Prozessen und Technologien. Die Norm dient zur Einschätzung der Wasser-, Luft- und Bodenverschmutzung sowie des durchschnittlichen Treibstoff- und Energieverbrauchs. Die Anlage neuer Pisten erfolgt im Übrigen ausschließlich nach genauester Erhebung möglicher Auswirkungen und unter besonderer Berücksichtigung gefährdeter oder geschützter Zonen.
Als weiterführende Lektüre empfiehlt Ihnen SkiurlaubPortal.com die Reportage Schneemanagement: von der Boden- und Schneedeckenaufbereitung bis hin zur künstlichen Schneeerzeugung.
Fotos: N.Cuche, E.Beallet
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