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Tourenskilauf

Come-back eines Sports im Hintertreffen...

Der bei Naturfreunden beliebte Tourenskilauf galt aufgrund des verhältnismäßig schweren, sperrigen und unattraktiven Materials lange Zeit als Stiefkind des Wintersportgeschäfts. Mit seinem neuen Look, leichteren Materialien und verbesserter Performance erlebt der Tourenski derzeit ein Come-back und überzeugt zunehmend auch anspruchsvollste Rider.
Jetzt heißt es umdenken
Nach Jahren andauernder Misserfolge, in denen demoralisierte Hersteller kaum Innovationen lieferten, erstrahlt der Tourenski nun endlich in neuem Glanz.
Seine Abnehmer werden jünger, kühner und finden zunehmend Nacheiferer. Das Material kann sich längst mit den leistungsfähigen Pistenski messen, denen es in Sachen Leichtigkeit, Handhabe und Polyvalenz immer öfter den Rang abläuft. Die neuen Skibindungen übertreffen sich gegenseitig in Intelligenz und das federleichte Schuhwerk zeigt längst nicht mehr den unhandlichen Marshmallowcharakter von damals.
Der Tourenskilauf mausert sich zu einer attraktiven Alternative zur Pistenfahrt. Skitouren kalter Kaffee? Oder vielleicht doch ganz groß im Kommen? Die klassische Skisaison erstreckt sich auf einen Zeitraum von knapp fünf Monaten. Skiwanderungen sind dagegen auch in Frühling und Herbst möglich, was je nach Wetterverhältnissen eine Saisonverlängerung von bis zu zwei Monaten bedeuten kann!
Ansprechendes und innovatives Material
Der einst gerade Tourenski mit seiner komplizierten, schweren und wenig vertrauenerweckenden Bindung scheint ein für allemal der Vergangenheit anzugehören. Mit der Low Tech gelang Dynafit vor zwei Jahrzehnten die Entwicklung einer revolutionären, bis heute unübertroffenen Skibindung. Die ultrasolide und -leichte Bindung kam 2008 auf den Markt. Seitdem sieht sich Dynafit der Konkurrenz durch Skibindungen anderer Marken ausgesetzt.
Beflügelt durch diese neue Wettbewerbssituation blickt der Tourenski einer vielversprechenden Zukunft entgegen. Die modernen Ski sind nicht nur leicht sondern auch zunehmend einfach im Handling, komfortabel und griffig. Skifahrerehrenwort! Nie zuvor haben die Hersteller die Wünsche ihrer Kunden punktgenauer umgesetzt. Marketingspezialisten machen sich das neue Bedürfnis nach unberührter Natur und den Wunsch, diese mithilfe der eigenen Muskelkraft zurückzuerobern, bestens zunutze...
Die Accessoirespalette wird ebenfalls umfangreicher: ultraleichte Taschen, Treckinghosen aus Wundermaterialien, einfach zu bedienende Lawinensuchgeräte... Für den Umgang mit den modernen Tourenski, deren Handhabe der eines herkömmlichen Pistenskis denkbar ähnlich ist, reichen bereits mäßige Skierfahrungen aus. Tourenskischuhe... galten noch vor nicht allzu langer Zeit als Alptraum eines jeden Skitourengehers. Abfahrten in sanften Schwüngen waren mit dem leichten aber völlig unflexiblen Schuhwerk schier unmöglich und arteten oft in den reinsten Überlebenskampf aus. Die Stiefel reichten gerade mal bis knapp über die Knöchel und bestanden aus einem unförmigen Innenschuh sowie der berüchtigten ultrasteifen Schale. Im Großen und Ganzen ähnelte das Ensemble eher einem plumpen Wanderstiefel als einem Skischuh!
Heutzutage stehen die meisten Tourenskischuhe dem durchschnittlichen Abfahrtskischuh in nichts mehr nach. Komfort, Atmungsaktivität und Wärmefunktion haben sich sogar so weit verbessert, dass viele Pistenbetreuer und Bergführer sie während der gesamten Saison tragen. Die modernen Wunderwerke haben natürlich ihren Preis: von 300 € für die billigsten Varianten bis 1000 € für maßgefertigte Carbon-Schuhe ist alles drin. Die Preise für ein Paar Ski inklusive Bindungen liegen zwischen 650 und 1000 € Kalkulieren Sie zudem rund hundert Euro für ein gutes Paar Steigfelle ein. Unbedingt dabei haben sollten Sie außerdem ein Paar Teleskopstöcke (ca. 80 Euro) und die gängige Notfallausrüstung: Schaufel, LVS-Gerät und Sonde für 300 €. Mit einem Erste-Hilfe-Set und einer Rettungsdecke ist Ihre Ausrüstung komplett.
Das Paradoxon Tourenskilauf
Paradoxerweise fällt der Hype um den Erlebnissport in Zeiten einer generalisierten Krise des Wintersportgeschäfts und des vollmechanisierten alpinen Skisports. Das Hochgebirge genießt heute den Status einer privilegierten Zone, die sich der Vermarktung und Ausbeute unserer Natur widersetzt. Immer mehr Winterurlauber entfliehen den Skiressorts, um die Berge im Alleingang zu erobern. "Der im Vergleich zur Pistenskifahrt kostengünstige Tourenskilauf ist", so ein Chefredakteur eines Wintersportjournals, "ein Phänomen der neuen Wertschätzung unseres Natur- und Kulturerbes und wird vielfach von großstadtflüchtigen Neogebirglern praktiziert."
Die Begeisterung für den Sport wird übrigens von einem zunehmenden Interesse für Schneeschuhwanderungen begleitet. Kostengünstiger und weniger anspruchsvoll finden diese vor allem bei Skiunerfahrenen Anklang.
Abgesehen von den finanziellen Aspekten tragen der Wunsch nach Individualität, der Reiz eines Wintertrecks sowie der Trend zu umweltschonenderen Freizeitaktivitäten zum enormen Anklang des Tourenskilaufs bei. Allerdings sind das Bedürfnis nach Einsamkeit und die daraus resultierende Massenflucht auf abgeschiedene Gipfel nicht alleiniger Auslöser der plötzlichen Sympathie für den Sport. Das neue leistungsfähige Material motiviert gute Skifahrer und Pistencracks zu Ausflügen ins freie Gelände, wo es einzigartige, mittels mechanischen Aufstiegshilfen unzugängliche Gebirgslandschaften zu erkunden gilt. Tourenskilauf und Pistenfahrt stehen nicht länger im Gegensatz zueinander sondern ergänzen sich, indem sie sich in gewisser Weise gegenseitig Flügel verleihen.
Wachsende Wettkampfaktivität
Die Aufbruchstimmung im Tourenskimillieu schlägt sich deutlich in einer vermehrten Wettkampfaktivität nieder. Die sogenannten "Skitourenrennen" erfreuen sich eines zunehmenden Erfolgs. Die Rennstrecken liegen immer häufiger in der Nähe der Stationen und werden zunehmend von Zuschauern und Medien aufgesucht. Zuschauerplätze für Bedeutende Wettkämpfe in den Alpen wie die Patrouille des Glaciers und die Pierra Menta werden immer begehrter. Bis 1948 gehörten Skitourenrennen zu den Olympiasportarten der OS in St. Moritz; seitdem ist ihnen die Teilnahme allerdings verwehrt geblieben. Eine Reintegration könnte diesem wunderbaren Sport zu dauerhaftem Aufwind verhelfen.
Drei Tipps für einen sorgenfreien Geländetreck:
1. Verlässliche Informationen zu Schnee- und Wetterverhältnissen sind das A und O. Orientieren Sie sich an Wetterberichten und spezialisierten Internetforen. Vertrauenswürdige Angaben erhalten Sie auf den Seiten www.tourentipp.de, www.bergsteiger.de, www.camptocamp.org...
2. Gebiet und Strecke sind vorab nach angemessenen Höhenverhältnissen und günstiger Ausrichtung (Saison, Schneebedingungen) auszuwählen. Vor Ort benötigen Sie die Fähigkeit, sich im freien Gelände zurechtzufinden, Bezugspunkte wiederzufinden und Gefälle, Risiken und Route richtig einzuschätzen.
3. Keine Ausflüge ohne das obligatorische Notfalltrio: Machen Sie sich mit dem Gebrauch von Schaufel, LVS und Sonde vertraut. Im Zweifelsfall sollten Sie einen Bergführer engagieren oder einen Tourenskikurs besuchen. Letzterer dauert nur wenige Tage und verhilft Ihnen zu baldiger Autonomie.
Tollkühnen Bergfreunden, die der klassischen Pistenskifahrt überdrüssig sind, sollten sich auch unsere Reportage Neue Skidisziplinen zu Gemüte führen.
Fotos: N. Cuche E. Beallet
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